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Der Markt als Zentrum eines Gemeinwesens

 

    

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Die frühen Märkte im Mittelalter entstanden im Umfeld der alten römischen Siedlungen, an den Kreuzpunkten von Fernstraßen oder im Schutz und Auftrag von Klöstern, Königspfalzen und Burgen.

Hier konnten die nun wachsenden Überschüsse aus der landwirtschaftlichen Produktion und die noch spärlichen Handwerkserzeugnisse getauscht oder verkauft werden.
Die regelmäßige Abhaltung von Märkten führte im Mittelalter vielerorts zur Ansiedlung von Gewerbe und Handwerkern rund um diesen Marktplatz.

Häufig entwickelten sich diese mittelalterlichen Siedlungen zu befestigten Städten mit Schutzwall und Mauern. Die Gründung von Märkten oder die Verleihung von Stadtrechten im Mittelalter, war zunächst ein gern genutztes Recht weltlicher und geistlicher Herrscher, versprachen die damit verbundenen Abgaben doch reiche Einnahmen.

Als Gegenleistung für das Erheben von Standgeldern, Zöllen und Gebühren für Maße und Gewichte sicherten die Stadtherren im Mittelalter den Händlern, Handwerkern und Marktbesuchern Schutz, freies Geleit und manch gutes Geschäft.

Darüber hinaus waren die Märkte die einzigen Möglichkeiten Informationen und Nachrichten auszutauschen und boten allein Abwechslung im doch recht eintönigen Landleben. Es waren also immer sowohl handfeste wirtschaftliche Gründe, als auch kulturelle Bedürfnisse, die zur Durchführung von Marktagen führten.

Der kulturelle Aspekt eines heutzutage durchgeführten Mittelaltermarktes steht für einen öffentlichen Veranstalter natürlich im Vordergrund und eröffnet daher auch wesentlich größere Möglichkeiten als bei einem kommerziellen Anbieter.

Die Anziehungskraft eines solchen Marktes ist seit Jahrzehnten ungebrochen und nimmt an Wirkung noch zu. Es ist die Neugierde der Besucher auf  die „gute alte Zeit“, Ritter und Burgfräuleins, die jeden von uns in die Träume unserer Kindheit zurück versetzt, Märchen, Legenden, Sagen und Mythen werden lebendig und schlagen Alt und Jung in ihren Bann. Hinzu kommt ein Wunsch nach handwerklich hergestellten Gütern, Speisen und Getränken.

Den Alltagstress vergessen, eintauchen in eine andere Welt und Zeit, Geschichte erleben, anfassen, sehen, riechen und schmecken.

 

 

 

 
Design: Bettina Gentner, www.beget.de